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Sommer, Sonne, Strand, Meer und Sand.

Wer kennt das nicht? Wo im Winter der Schnee und Matsch hängt, liegt im Sommer der Sand. Da rieselt im nächsten Winterurlaub noch der Sand vom letzten Strandurlaub zwischen den Skirollis durch den Koffer. Super! Om shanti.

Aber so ist das mit dem Sand. Ähnlich wie Wasser sucht sich der Sand seinen Weg. Überaus erstaunlich ist es allerdings, wo überall er sich finden lässt. Also, bei uns findet er sich verständlicherweise zunächst, und zu allererst im Eingangsbereich an der Haustür.

Wenn kindliche Erdbewohner einmal das Haus als ihr Eigen angesehen haben, erachten sie den Sand an der Wohnungstür quasi als ihr Geburtsrecht. 🙂 Und selbstverständlich spreche ich hier von der Innenseite der Wohnungstür. Da kann man wirklich zum hundertsten Mal sagen: „Du solltest doch deine Schuhe ausleeren, bevor du sie ausziehst“ – irgendwie scheint in diesem Bereich eine seltene Form der Vergesslichkeit bei Kindern völlig normal zu sein.

Somit geschieht es dann auch häufig, dass sich der Sand vom Eingangsbereich, mit dem Sand auf den Treppenstufen, mit wiederrum dem Sand im Wohnzimmer und neuerdings auch mit dem Sand im Schlafzimmer vermischt! Ja richtig, selbst wenn man es schafft, die Schuhe noch rechtzeitig von den Unmengen der körnigen Masse zu befreien, heißt das nicht, dass nicht auch noch aus allen denkbaren und undenkbaren Taschen oder Körperöffnungen der Sand seine Spur hinterlässt. Keine Ahnung, wie Kinder das immer schaffen! Und offensichtlich macht es ihnen auch gar nichts aus, wenn ständig etwas knirscht und kratzt. Der Höhepunkt allerdings, war dann aber tatsächlich der Sand in meinem Bett!

Und wir sprechen hier nicht von ein paar läppischen Krümeln, sondern wir sprechen hier von so viel auf einmal, dass man hätte ein ganzes Förmchen damit füllen können.

Ein ganzes Piratenförmchen – wenn nicht sogar ein Dinosaurierförmchen!

Mein Bett! Mein Heiligtum aller Heiligtümer!

Meine Oase der Ruhe! Meine Komfortzone! Hier ziehe ich mich zurück, wenn ich schlafen, dösen, lesen, oder mich einfach nur wohlfühlen möchte.

So wie kürzlich. Da gönnte ich mir mitten am helligten Tag ein Nickerchen. Ja, dachte ich mir – steht mir ja schließlich auch mal zu.

Mit einem unsanften Hechtsprung kommt plötzlich der 4jährige Fratz in mein Bett gehüpft und kuschelt sich an mich. „ Ich will auch unter deine Bettdecke“, gesteht er mir liebevoll und schaut mich dabei ganz verliebt an, bevor er mir einen feuchten Schmatzer auf die Wange drückt. „ Meine Mami“.

Na schön, denke ich mir und gebe nach, bevor ich den Sandhaufen auf meiner Matratze entdecken konnte.

Was gibt es schließlich schöneres, als ein solch aufrichtiges, kindliches Geschenk der Liebe?

So rein – ohne Hintergedanken, so unschuldig!

Bis es auf einmal fürchterlich knirscht unter meinen Armen. Iiiiiihhhh! „Was ist denn das?“, frage ich entsetzt.

„Wir haben uns heute im Sandkasten vergraben“, erklärt er mir direkt voller Stolz. Anerkennung schwingt in seiner Stimme, als er fortfährt:“Ich habe mich so gut verbuddelt, dass mich keiner mehr gefunden hat.“

„Toll Schatz“, entgegne ich etwas lahm. So wirkliche Begeisterung kann ich im Moment noch nicht aufbringen.

Doch dann erzählt er mir mit leuchtenden Augen weiter von seinen Abenteuern aus dem heutigen Kindergartentag – und mein Herz wird plötzlich ganz weich. Ich merke, wie sich meine Gesichtszüge deutlich entspannen und mein Atem ruhiger wird.

Voller Enthusiasmus berichtet er mir im tiefen Vertrauen von den Dingen, die sein kindliches Leben so schöpferisch machen.

Einfach schön! Der Ärger über den Sand in meinem Bett ist bereits vergessen – denn längst hat er sich überall so verteilt, dass man ihn kaum noch spürt.

Gar nicht mehr so schlimm, denke ich mir – und eine innere Ruhe breitet sich in mir aus. Was kann dieses bisschen Sand meinem tiefen Gefühl der Freude, welche ich nun empfinde, schon anhaben?

Gar nichts. Rein gar nichts!

Und diese Gelassenheit wünsche ich Ihnen im Übrigen nun auch, genauso wie meinen dreifachen Frieden. Om shanti, shanti, shanti.

Und falls es mal nicht so klappt, mit dem schöpfen aus der Mitte, dann kommen Sie doch einfach zu mir. J

Licht-und liebevolle Herzensgrüße

sendet Ihnen Ihre

Jasmin Niederstein

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