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Gedankenspiel

Warum ist es eigentlich oft so, dass ich immerzu irgendetwas haben will oder auszusetzen habe? Geht es Ihnen auch so?

Ständig bin ich unzufrieden mit irgendwelchen Dingen. Dann passt dieses nicht, dann jenes. Dann ist es die Politik, dann die Gesellschaft, dann das persönliche Umfeld oder der Job. Warum eigentlich ist das so?

Berechtigte Frage, wie ich finde. Immerzu will ich irgendwelche Dinge, die ich nicht haben kann. Dann, wenn ich sie habe, denke ich – bin ich glücklich. Wenn ich jetzt dieses erreiche, oder jenes besitze, dann bin ich zufrieden und glücklich. Ist aber nicht so! Aber warum ist das so?

Was lässt mich annehmen, dass ich mein Glück, meine Zufriedenheit oder meinen inneren Frieden in äußeren Dingen finde? Warum ist mein Verstand in der Lage mir vorzugaukeln, dass ich dann, wenn ich bestimmte Äußerlichkeiten erlange, vollkommen bin? Dass dann alles perfekt ist und ich das reine Glück empfinde?

Ich meine mal ganz ehrlich – mein Verstand ist schon ein tolles Werkzeug. Ohne ihn wäre ich komplett aufgeschmissen. Ohne ihn könnte ich gar nicht meinen Alltag bewältigen. Nichts erlernen. Keine logischen Aufgaben erledigen, keine Arbeit verrichten. Also gebrauchen kann ich ihn schon! Aber manchmal ist er auch ganz schön nervig.

Zum Beispiel wenn es um o.g. geht. Dann ist er mir eher hinderlich. Dann steht er mir quasi im Weg. Dann versucht er, mich davon zu überzeugen, dass ich nur gut und glücklich sein kann, wenn ich materielle Dinge, beruflichen Status oder gesellschaftliches Ansehen erreicht habe.

Völliger humbuck! Wahrhaftiges Glück zu erfahren – das kommt von innen heraus! Niemals kann mich etwas Äußeres dauerhaft glücklich machen. Denn jedes Mal, wenn ich etwas bekommen habe, verfliegt das Hochgefühl bald wieder, und ich brauche erneut Zustände, die mir ein Glücksgefühl vermitteln sollen. Solange ich an diesen Mustern festhalte und anhafte, unterliege ich der ständigen, selbst auferlegten Kontrolle. Sie kehrt immer wieder zurück – sie ist nie zufrieden zu stellen. Ist Ihnen das auch schon mal aufgefallen?

Nur wenn ich lerne, diese Kontrolle loszulassen und aufzugeben, kann ich das anhaltende, dauerhafte innere Glück erfahren, dass ohne Geld, Macht oder Kampf auskommt. Dazu gehört sicherlich zunächst mal eine gehörige Portion Mut. Und Selbstehrlichkeit – nicht zu vergessen! Wenn ich mir selbst gegenüber nicht ehrlich bin, kann ich die ganze Sache vergessen. Funktioniert nicht. Authentizität – ja, lieber Günter, ich weiß – tolles Wort! 🙂

Aber, es stimmt. Solange ich mir selbst gegenüber nicht vollkommen authentisch bin, gehe ich immer wieder auf die Spiele des „Ego-Verstandes“ ein, der mich am Ende nur in das Labyrinth des Zweifelns führt. Zweifel, ob alles gut ist. Zweifel, ob ich alles richtig mache. Zweifel, ob ich die Anforderung der anderen erfülle. Zweifel ohne Ende. Solange ich dieses Labyrinth nicht verlasse, und mich auf mein tief in mir sitzendes Urvertrauen, meine tief in mir wohnende Freude und Liebe berufe, kann ich kein glückliches, erfolgreiches und gesundes Leben erreichen und führen. Und jedes Mal, wenn ich den Drang verspüre, mein Glück im Außen zu suchen, richte ich meine Aufmerksamkeit auf meine lichtvolle Ausstrahlung. Dann erinnere ich mich immer wieder daran, wer oder was ich in Wirklichkeit bin: Lichtvolle Energie, liebevolle Schöpfung, dankbare Freude und friedvolle Schönheit. Und nichts und niemand – kein anderer Mensch, kein Umstand im Außen kann mir diese Vollkommenheit und Wahrhaftigkeit geben, die in meinem Inneren herrscht. Denn dort, in meinem Inneren besteht die Verbindung zu allem was ist.

Zu allen Wesen, zur Erde, dieser wundervollen und kraftvollen Mutterenergie, zum Universum, zu meiner Quelle – einfach zu allem. Das alles steckt tief in mir drinnen. Ich brauche mich nur daran zu erinnern. Und mit dieser Erinnerung ist es mir möglich, die Anbindung dorthin aufzunehmen. Denn nur aus meinem tiefsten Inneren kann ich die Kraft schöpfen, mit der ich in meiner äußeren Welt Dinge in Bewegung setzen kann. Denn nur in Verbindung mit meiner Schöpferkraft habe ich die lichtvolle Ausstrahlung, mit der ich andere Menschen berühren kann. Begeistern kann. Anstecken kann. Mitnehmen kann in ein Leben voller Bewusstsein. Nicht mit Überredungskünsten. Nicht, indem ich nach Anerkennung strebe oder mache, was anderen gefällt oder sie von mir erwarten. Sondern nur, indem ich ganz authentisch, auch mit liebevoller Güte zu mir selbst, meine Wahrheit lebe. Mich so akzeptiere, wie ich wirklich bin. Mit allen Stärken und Schwächen. Mit aller Konsequenz, was andere von mir denken oder halten. Ich muss niemandem etwas beweisen. Auch mir selbst nicht.

Alles an mir und mit mir ist gut, so wie es ist. Dazu gehört auch, dass ich mir darüber im Klaren werde, dass ich jeden Tag, jede Stunde des Tages, die freie Wahl, und die Möglichkeit habe eine verantwortungsvolle Verhaltensweise zu leben. Auszuleben. Vorzuleben.

Aber was ist das genau? Verantwortungsvolle Verhaltensweise? Freie Wahl?

Ja, ich darf mir ruhig einmal darüber im Klaren werden, dass ich mit jedem Gedanken, den ich denke eine freie Wahl habe. Niemand schreibt mir vor, nur gute und positive Gedanken zu produzieren. Oder?

Ich darf alles denken, was ich will. Alles Schlechte, alles Negative, alles was ich will, kann und darf ich denken. Den ganzen Tag lang. Niemand greift ein. Alles ist in meiner Hand. In meiner eigenen Verantwortung. Und jeder Gedanke ist Energie. Energie, die ich mit meinen Gedanken lenke. In die eine Richtung – oder aber in die andere Richtung. Denke ich gutes, gütiges, mitfühlendes, dankbares, liebevolles, sehe ich stets das Gute in meinen Mitmenschen und lebe friedvolle zwischenmenschliche Beziehungen, dann lenke ich meine Energie in positive Bahnen. Denke ich negatives, be-oder verurteilendes, denke ich Wut oder Groll, so lenke ich die Energie, die mir immer zur Verfügung steht, in genau die entgegengesetzte Richtung. Ich steuere diese Energie mit meinem Verhalten, bewusst oder unbewusst – denn sie selbst ist neutral. Die Herausforderungen, die mir täglich begegnen, stellen mich immer wieder vor die Wahl meine Energie zu lenken. Stelle ich mich den Herausforderungen, so wachse ich mit Ihnen. Verneine ich sie, folgen weitere.

Durch bewusstes Atmen zum Beispiel kann ich lernen meine Gedanken, Gefühle und Handlungen zu beobachten ohne zu urteilen. Urteilsfrei also – nur beobachten, nicht bewerten. Diese liebevolle, innere Bewusstseinshaltung ermöglicht es mir, mein Leben als Beobachter und Gestalter selbstbestimmt in Angriff zu nehmen. Diese souveräne Haltung hilft mir über den Dingen zu stehen. So übernehme ich die Verantwortung für mich. Für mein Leben. Das was andere machen, ist dann nicht meins. Meins ist das, was ich daraus mache. Wie ich die Situation gestalte, das ist meins. Wenn jemand unfreundlich zu mir ist, oder jammert, kann es ja sein, das derjenige nicht Unrecht hat – aber ich muss darauf nicht mit gleicher Art und Weise antworten. Ich kann meine Meinung äußern, und gleichzeitig meine Intention der positiven Energie geben. Das ist dann meins. Meine Antwort auf negative Energiemuster. So einfach ist das.
Probieren Sie es doch auch mal aus. Probieren Sie es doch einfach mal aus, wie sich das anfühlt, wenn Sie einfach nur Sie selbst sind.
Und sie werden merken, wie viel Freude ein solches Leben bereiten kann. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen auch heute meinen dreifachen Frieden. Om shanti, shanti, shanti. Bleiben Sie Sie selbst. Und falls nicht, kommen Sie einfach zu mir.
Licht-und liebevolle Herzensgrüße
sendet Ihnen Ihre
Jasmin Niederstein

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