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Worte der Stille
Liebe Leser!
Heute sende ich Ihnen einmal einen Text, der nicht aus der der Kategorie „Frisch Gefühltes“ oder „Etwas zum Schmunzeln“ stammt – sondern vielmehr zum Thema „Nachgedachtes“ passt.
Meinen Text widme ich in tiefer Verbundenheit dem Kloster Arenberg –denn dort ist er entstanden! ☺
Die Stille ist der Raum des Wortes.
Ohne Stille ist für das Wort keinen Raum. Kennt nicht jeder die Situation, das Gefühl, wie es ist, an einem Ort zu sein, an dem es gerade fürchterlich laut ist.

Lärm überall.

Wenn man dann etwas sagen möchte, heißt es oft nicht umsonst:
Ich verstehe mein eigenes Wort nicht – so laut ist es hier!

Die Stille ist der Raum des Wortes.

Tatsächlich!
Aus der Stille heraus kann das Wort geboren werden, sozusagen.
Dann ist es zu hören.
Dann kann es gehört, ja erhört werden.
Zugegeben, es gibt Worte, die möchte man vielleicht lieber nicht hören.
Wir leben schließlich auf der Erde.
Wir sind alle Menschen.
Wir machen auch hin und wieder Fehler.
Da werden auch schon mal Worte gesagt, die unbedacht sind.
Die verletzen.
Aber, es gibt auch viele schöne Worte. Die, dann, wenn es still ist, gesagt werden können.
Gehört werden können.
Worte des Trostes. Worte der Dankbarkeit. Worte der Freude, ja des Humors.
Worte des Friedens. Worte der Schönheit. Worte der Liebe.
Aber auch die Worte, die nicht so schön waren, die gesagt wurden, sind ja auch da.
Diese Worte kann ich natürlich nicht wieder rückgängig machen.
Aber, ich habe immer wieder die Möglichkeit neue Worte zu sagen.
Es besser zu machen.

Zum Beispiel Worte zu sagen, die aufrichtig um Verzeihung bitten. Um damit gleichzeitig auch die dazugehörigen Emotionen zu empfinden!

Es geht ja gar nicht darum, keine Fehler mehr zu machen.
Perfekt zu sein.
Sondern- vielmehr geht es darum, aus den gemachten Erfahrungen zu lernen. Sich weiterzuentwickeln.
Aufrichtig und selbstehrlich zu sein. Verantwortung zu übernehmen.

Beim nächsten Mal, wenn ich aufgebracht bin, nicht direkt die Emotionen, die sich in mir breit machen, mit Worten nach außen zu bringen.
Sondern mir diese Emotionen zunächst mal bewusst zu machen.
Sie zu erspüren. Sie zu reflektieren. Mich zu fragen, warum bin ich jetzt gerade wütend? Der Ursache auf den Grund zu gehen! Bin ich jetzt gerade sauer, weil der andere ein Idiot ist? Oder weil ich vielleicht versäumt habe mir selbst gegenüber wahrhaftig zu sein!? War ich jetzt gerade mir selbst gegenüber aufrichtig?
Wenn ich mir diese Frage stelle, spiegelt dies umgehend meine eigene Sichtweise wider.
Und somit bin ich in der Lage beim nächsten Mal anders zu reagieren.
Besonnener. Ruhiger. Überlegter.

Dann bin ich in der Lage Worte zu sagen, die klärend sind. Für mich, aber auch für den anderen.
Worte zu sagen, die glücklich machen und Freude schenken.
Frieden beinhalten und verursachen.
Bei meinem Gegenüber, aber auch bei mir.
Wie schön kann es sein, einem anderen, aufrichtige, ehrlich gemeinte Worte des Friedens und der Freude zu schenken.
Nicht nur bei dem anderen, sondern auch bei mir, löst dieses Verhalten etwas ganz besonderes aus.
Ein Glücksgefühl macht sich breit in mir.

Die Stille ist der Raum des Wortes.
Ohne Stille ist für das Wort keinen Raum.
Deswegen ist es wichtig für uns, zwischendurch, nicht nur irgendwann – sondern alltäglich einmal innezuhalten.
Still zu halten.
Stille zu verursachen.
Stille zu fühlen. Stille zu genießen. Stille zu leben.

Um dann, und auch damit, wieder einen Raum für das Wort zu schaffen.
In diesem Sinne, liebe Leser, wünsche ich Ihnen meinen dreifachen Frieden. Om shanti, shanti, shanti.
Bleiben Sie gelassen – und bleiben Sie aufrichtig! ☺
Licht und liebevolle Herzensgrüße sendet Ihnen Ihre
Jasmin Niederstein

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